Das Verhältnis von Tee zu Wasser wirkt wie ein fester Wert, hängt in der Praxis jedoch maßgeblich vom verwendeten Gefäß ab. Eine kleine Menge Teeblätter, die in einer großen Tasse über längere Zeit zieht, lässt sich hinsichtlich der Geschmacksintensität nicht über dasselbe Grammgewicht mit einer größeren Menge Blätter vergleichen, die in einem kleinen Gaiwan nur kurz aufgegossen wird.
Notieren Sie bei Verwendung einer Waage das Teegewicht zusammen mit dem aufgegossenen Wasservolumen – beispielsweise „diesmal 3 g Tee auf 150 ml Wasser“ – und halten Sie Ziehzeit sowie Geschmackseindruck fest. Dieser Wert dient lediglich als Ausgangspunkt für einen einzelnen Testaufguss und stellt keinen universellen Zubereitungsstandard für Produkte von Jiang Rong Hao dar. Steht keine Waage zur Verfügung, dosieren Sie zunächst sparsam und erhöhen die Menge beim nächsten Aufguss, falls das Ergebnis zu schwach ausfällt. Geben Sie nicht zu viele Blätter in das Gefäß, nur um dessen Boden vollständig zu bedecken.
Zubereitungsschritte gezielt anpassen
Fällt der Tee zu kräftig aus, reduzieren Sie die Teemenge, erhöhen das Wasservolumen oder verkürzen die Kontaktzeit – wählen Sie zunächst nur eine dieser Maßnahmen. Schmeckt er zu wässrig, klären Sie zuerst, ob zu wenig Tee verwendet wurde, der Aufguss zu schnell abgegossen wurde oder die Wassertemperatur zu niedrig war. Führen Sie nach Möglichkeit zwei Testläufe im selben Gefäß durch, um zu vermeiden, dass sich das Füllvolumen ändert, während man davon ausgeht, „dieselbe Menge Tee“ genutzt zu haben.
Werden Zubereitungskarten für den Einzelhandel erstellt, sollte die empfohlene Teemenge gezielt für die jeweilige Teesorte und Packungsgröße ermittelt werden, anstatt einheitliche Angaben für das gesamte Sortiment zu drucken. Endkunden können die Dosierung anschließend an die eigene Wasserqualität, das verwendete Zubehör und den persönlichen Geschmack anpassen.
Auf Zubereitungskarten für den Laden empfiehlt es sich, sowohl das Fassungsvermögen des Gefäßes als auch das tatsächliche Ausschenkvolumen in Millilitern anzugeben. Finden Kunden dort lediglich eine Gramm-Angabe, kann dies leicht im Sinne einer anderen Zubereitungsmethode interpretiert werden.
Matcha ist ein Teepulver für angerührte Getränke, während Ganzblatt-Tee aus aufgegossenen Blättern besteht; die Dosierungsangaben für beide Formen dürfen nicht vermischt werden. Auch in Produktbeschreibungen sollten Füllmenge und Zubereitungsempfehlung getrennt voneinander ausgewiesen werden.
