Bei geräuchertem Huhn schlägt Teearoma leicht in reinen Brandgeruch um. Für erste Versuche zu Hause bietet es sich an, vorgegartes Hähnchenfleisch in kleinen Portionen zu verwenden; der Tee dient hierbei nur dem abschließenden Aromatisieren. Verwendet wird schwarzer Tee. Deutlich rauchiger Zheng Shan Xiao Zhong sollte sparsam dosiert werden; ein weicherer Dianhong lässt das Verhältnis von Tee- und Fleischaroma einfacher abstimmen.
Rezeptversuch für zwei Personen
Benötigt werden ca. 300 g Hähnchenkeulenfleisch, 4 g schwarzer Tee, zwei Scheiben Ingwer, etwas Salz und Sojasauce. Das Fleisch nach gewohnter Art marinieren und vollständig durchgaren; der Gargrad im Kern sollte mit einem Küchenthermometer gemäß den geltenden Hygieneempfehlungen überprüft werden. Fleisch entnehmen und die Oberfläche trocken tupfen. Einen verschließbaren, zum Räuchern geeigneten Topf oder Tischräucherofen vorbereiten, den Boden mit Alufolie auslegen und 4 g Tee, etwas Reis sowie Zucker daraufgeben. Zwischen Rost und Räuchermischung Abstand halten; das Fleisch darf den Topfboden nicht berühren.
Hitze zuführen, bis sich Rauch bildet, dann das gegarte Fleisch hineingeben, abdecken und ca. 2 Minuten kurz anräuchern. Die Hitze abschalten und weitere 2 Minuten ziehen lassen. Fleisch herausnehmen, aufschneiden und prüfen: Überdeckt die Rauchnote das Fleischaroma, beim nächsten Mal die Teemenge reduzieren oder die Räucherzeit verkürzen. Die Küche muss gut belüftet sein; das Kochgeschirr ist nach Herstellerangaben zu verwenden und ungeeignete Gefäße dürfen nicht erhitzt werden. Das Räuchern dient rein der Aromatisierung und gart rohes Fleisch nicht durch.
Sollen verschiedene Teesorten verglichen werden, bereitet man zunächst je ein kleines Fleischstück nach identischem Verfahren zu, ohne Marinade und Teemenge gleichzeitig zu verändern. Der schwarze Tee im Sortiment von Jiang Rong Hao dient als Orientierung für die Auswahl; maßgeblich für das jeweilige Teemuster ist die tatsächliche Produktkennzeichnung.
