Um dem Frühstück eine dezente Teenote zu verleihen, muss das Porridge nicht tiefgrün eingefärbt werden. Je mehr Matcha dosiert wird, desto schneller dominieren herbe Bittertöne; beginnen Sie daher mit einer milden Basis und tasten Sie sich geschmacklich heran.
Als Richtwert für eine Portion bieten sich 40 Gramm Haferflocken, 150 Milliliter Milch oder Pflanzendrink und 1 Gramm Matcha an. Die Haferflocken nach Packungsangabe kochen oder einweichen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den Matcha separat in rund 15 Milliliter lauwarmem Wasser anrühren und unterheben, sobald das Porridge nicht mehr kochend heiß ist. Zunächst pur verkosten; für mehr Süße eignen sich etwas Banane oder Honig, Beeren sollten zunächst sparsam dosiert werden, damit ihre Säure das Teearoma nicht verdrängt.
Den Ursprung der Bitterkeit eingrenzen
Hinterlässt der Brei ein mehliges Gefühl am Gaumen, sollte geprüft werden, ob der Matcha vorab gesiebt und vollständig glattgerührt wurde; verbleibt lediglich ein bitterer Nachgeschmack, reduzieren Sie beim nächsten Mal die Pulvermenge um die Hälfte, anstatt sofort mit Zucker gegenzusteuern. Auch ein Wechsel der Milch- oder Hafermarke verändert das Süßeprofil; verändern Sie daher idealerweise immer nur eine Zutat pro Testlauf. Bei Overnight Oats sind die Kühl- und Hygienevorgaben für Milch, frische Früchte und Behälter einzuhalten; dieses Rezept trifft keine Aussage über die mikrobiologische Haltbarkeit.
Jiang Rong Hao unterscheidet Matcha derzeit nach den Anwendungsbereichen Zeremonie, Getränke und Kulinarik; für Porridge empfiehlt sich ein erster Mustervergleich mit Varianten für Getränke oder Kulinarik. Dabei handelt es sich um reine Verwendungsbereiche des Sortiments und nicht um lebensmittelrechtlich definierte Qualitätsstufen. Hinweise auf Allergene bei Milchprodukten, Nüssen oder Hafer richten sich stets nach den tatsächlich verwendeten Zutaten.
