Cold Brew oder heißer Aufguss: Wie wählt man aus?

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Cold Brew oder heißer Aufguss: Wie wählt man aus?

Bei Cold Brew zieht der Tee über längere Zeit in kühlem Wasser und schmeckt dadurch oft milder als warm aufgegossener Tee. Dennoch erschöpft sich die Zubereitung nicht darin, lediglich die Wassertemperatur eines Heißaufgusses auf „kalt“ zu setzen. Ziehdauer, Gefäßhygiene und die lückenlose Kühlung müssen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Im Haushalt empfiehlt es sich, mit kleinen Mengen zu beginnen: Verwenden Sie ein sauberes, verschließbares und lebensmittelechtes Gefäß sowie einwandfreies Trinkwasser und stellen Sie den Ansatz in den Kühlschrank. Notieren Sie beim ersten Versuch Teemenge, Wasserzugabe, Startzeitpunkt und den Zeitpunkt des Verzehrs. Fällt der Geschmack zu schwach aus, passen Sie beim nächsten Mal die Ziehdauer oder Teemenge an. Bereiten Sie zunächst kleine Portionen zu, um für reine Geschmackstests nicht unnötig große Mengen über Nacht stehen zu lassen.

Cold Brew im Ausschank als Zubereitungsprozess definieren

In der Gastronomie sind interne Vorgaben für die Gefäßreinigung, Kühltemperaturen, Chargenkennzeichnung und Verbrauchsfristen erforderlich, deren Ausgestaltung sich nach den jeweils geltenden lebensmittelrechtlichen Anforderungen richtet. Auch wenn es sich bei Teeblättern um ein Trockenprodukt handelt, darf für das fertig zubereitete Getränk keine unbedenkliche Haltbarkeit bei Raumtemperatur vorausgesetzt werden. Kommen Obst, Zucker oder Milch hinzu, ändern sich zudem die Anforderungen an Lagerung und Allergenkennzeichnung.

Grüner Tee und Oolong eignen sich gleichermaßen für Geschmackstests, das konkrete Ergebnis beim Kaltaufguss hängt jedoch von der jeweiligen Rezeptur ab. Die Produktinformationen von Jiang Rong Hao bieten einen guten Ausgangspunkt für die Auswahl; Haltbarkeitsfristen und Sicherheitsvorgaben für den Kaltaufguss lassen sich jedoch nicht aus dem Handelsnamen ableiten.

Soll das Cold-Brew-Getränk im Ausschank verkauft werden, müssen Produktionscharge, Beginn der Kühlung und Entsorgungszeitpunkt lückenlos dokumentiert werden können. Vorgehensweisen aus dem Haushalt lassen sich nicht direkt als Betriebsstandard auf gastronomische Abläufe übertragen.